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Ich weiß, daß die vielen Rassen, Religionen, Sitten, Nationalitäten und Glaubenssysteme in unserer Welt uns großen Reichtum bescheren und uns aus solcher Vielheit großen Nutzen und viele Lehren ziehen lassen. Ich weiß, daß wir jeder auf einmalige Weise lernen, wie wir Liebe und Weisheit zu dem großen Ganzen zurückbringen können. Ich weiß, daß, wenn etwas nur auf eine Art getan werden könnte, es hierzu nur eines Menschen bedürfte.

Ich will dich nicht nur dann lieben, wenn du dich so verhältst, wie es meiner Vorstellung entspricht, und wenn du an die gleichen Dinge glaubst wie ich. ...

 
 
 

 

Korsika 2006

Bonifatu-Tuarelli

  Am nächsten Tag geht es auf zu unserer Königsetappe: Erst mal 650 hm nach oben, danach 1100 hm kontinuierlich nach unten. Wie jeden morgen dauert es erst mal Stunden, bis wir unser eigentlich weniges Gepäck sorgfältig verstaut haben. Zur Kräftigung leisten wir uns dann noch ein kleines Frühstück zum Abschied an der Gite. Der Aufstieg geht durch einen recht grünen und dichten Wald und wir wähnen uns schon fast im hochalpinen Bereich. Unterwegs werden wir von einigen anderen Wanderen überholt. Bergauf sind Julius mit seinen kurzen Beinen natürliche Grenzen gesetzt.

  Oben angekommen ein fantastischer Blick. Zurückliegend die Berge im Landesinneren, voraus das Meer - Perfekt. Jetzt gibt's erst mal eine Pause, nur die Kinder sind fit und bauen aus Stöcken und Isomatten ein Haus in den Felsen.

  Bergab nun ein idealer Weg für Julius: leicht abfallend, sanft geschwungener Waldweg. So rennt er voran und wir restlichen versuchen schwerbeladen Schritt zu halten. So überholen wir auch die Gruppen wieder, die beim Aufstieg schneller waren als wir. Leider wandelt sich der Weg schon kurze Zeit später in einen steinigen Felsweg mit viel Geröll und es kommt wie es kommen mußte: Julius rutscht weg und schürft sich den ganzen Unterarm auf. Die Motivation ist erst mal stark gedämpft.

  Gut, dass der Weg wieder in den Wald führt. Mit dem vielen Moos sieht es hier aus wie in einem Fantasy Film. Der Weg ist sehr schmal und dicht umsäumt von dichten Bäumen und Büschen. So bleibt uns nichts anderes übrig als mitten auf dem Weg Pause zu machen. Als wir wieder aufbrechen wollen, rührt sich Julius nicht mehr. Er schläft tief und fest und so lassen wir ihn noch eine halbe Stunde schlafen. Dann müssen wir aber weiter. Es ist nicht leicht ihn aufzuwecken und es dauert noch eine weitere halbe Stunde beim Laufen bis er wieder ganz da ist. Gegen Ende der Etappe zieht sich der Weg immer länger und will gar nicht mehr aufhören. Häufig lassen die halbhohen Büsche ein Blick in das Tal zu, so dass wir das Ziel bereits sehen können aber es soll noch einige Stunden dauern. Als ich ganz am Ende fix und fertig bin, fängt Julius auf mich aufzumuntern, welch Rollentausch.

  Als wir dann endlich an der Gîte von Tuarelli ankommen können wir es kaum glauben und legen uns erst mal in Gras. Nur die Kinder sind natürlich wieder fit und lernen sofort andere Kinder aus Deutschland kennen, die richtig viel Spielzeug dabei haben. Welch Glück solch kontaktfreudige Kinder zu haben.

  Nachdem unser Geld weiter knapp ist, gibt es mal wieder Couscous mit Tomatensauce, auch wenn die Kinder es langsam nicht mehr sehen können. Da es hier nicht annähernd so schön wie in Bonifo ist und das schöne Fangotal lockt, beschließen wir trotz der Anstrengungen gleich morgen weiterzulaufen, aber nicht bis zum Meer, sondern nur bis zum 5km entfernten nächsten Campingplatz.

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Tra Mare e Monti, Calenzana - Cargese

Am Pass angekommen

 

Am Pass

Vor der Bergwelt Korsikas

 

Ein müder Krieger

Einer von mehreren müden Kriegern

 

Ende der Etappe

Ende der Etappe

 

 
  last change: 16.09.2007