Als wir alle Erkältungen und sonstige Dinge hinter uns gebracht haben, entschließen wir uns endlich los zu ziehen. Wir fahren mit dem Taxi nach Calenzana. Das ist zwar mit 60 € für zwei Taxis nicht ganz billig. Aber um diese Jahreszeit noch nicht anders möglich und zu Fuß ist der Weg anscheindend nicht wirklich schön.
In Calenzana angekommen, trinken wir erst mal einen Kaffee. Dabei nähert sich eine bedrohliche schwarze Wolke, die kurze Zeit später in einem Wolkenbruch endet. Als wir dann loslaufen, ist der Boden immer noch staubtrocken. Abgekühlt hat es auch nicht wirklich. Wie schon die ganze Woche, haben wir ca. 30°C im nicht existierenden Schatten. Nur die Luftfeuchtigkeit ist nun "etwas" erhöht. Heute steht das Teilstück von Calenzana bis nach Bonifatu auf dem Programm. Da wir nicht wissen, auf welcher Gîte wir etwas zu essen bekommen, tragen wir eine minimale Menge an Nahrung, bestehend aus Couscous, Tomatensauce, getrockneten Obst und Nüssen mit uns (ausreichend für 3 Tage und 6 Personen).
Die Tour schätzen wir auf etwas über 10km und sie ist mit 5h angegeben. Mit den Kindern benötigen wir 8h, was in Ordnung ist. Der erste Teil des Weges ist leicht wellig und schön. Die zweiten fünf Kilometer verlaufen über eine breite Forststraße sehr langweilig. Bei der Hitze ist dies für Julius eine echte Qual und er jammert die ganze Zeit.
Als wir auf dem letzten Teilstück etwas über Felsen klettern müssen, sind die Anstrengungen aber sofort wieder vergessen. Müde, aber zufrieden erreichen wir die Gîte in Bonifatu. Dort erwartet uns eine sehr freundliche Familie, die die Hütte bewirtschaftet und ein gutes Essen. Hier können wir auf einem traumhaften Platz hinter der Hütte zelten. Die Plätze sind terassenartig in einen steilen Hang eingearbeitet und ein Wald spendet angenehmen Schatten.
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