Besonders Spaß bereitet den Zeltplatz mit
Hilfe der Schneeschuhe vorzubereiten: Zu dritt hüpfen wir
die ca. 10m² Fläche ab, bis der ganze Schnee schön fest ist.
Jetzt kommt meine neu erworbene
Schneeschaufel zum Einsatz: Ein Graben für die Füße wird
ausgehoben, damit wir im Zelt bequem sitzen können. Auf
Grund des guten Wetters verzichten wir darauf das Zelt
tiefer einzugraben. Der Schnee liegt hier ca. 50cm hoch,
gerade genug für den Graben.
Da kein Wind weht, gestaltet sich der
Aufbau des Zelts sehr einfach, aber in der Kälte geht alles
etwas langsamer und so vergeht viel Zeit, bis das Zelt innen
für die Nacht eingerichtet ist. Verführt durch da gute
Wetter spannen wir das Zelt nur mit Hilfe der Leinen und der
Stöcke ab. Dies sollte sich am nächsten Morgen als Fehler
herausstellen, doch dazu später.
Nach 7,5 Std. Tour freuen wir uns auf das
Abendessen. Zum aufwärmen gibt's zuerst mal für jeden eine
Tasse Gemüsebrühe. Dann wird das Essen aus Alubeuteln
getestet. Es gibt Nudeln Carbonara und Couscous. Die Nudeln
schmecken sehr gut, der Couscous ist etwas eigenartig
gewürzt und trotz vielen umrührens wird er nach unten hin
immer salziger. Zum Abschluss ein warmer Tee, denn die Füße
werden im Graben doch langsam kalt.
Bevor wir schlafen gehen wird das Zelt
nochmals überprüft und seitlich mit Schnee aufgeschüttet,
damit nachts kein Wind unter das Zelt kommen kann. Joe
wünscht sich für den nächsten morgen eingeschneit
aufzuwachen. Große schwarze Wolken ziehen auf und erfüllen
ihm seinen Wunsch. Dank Exped Matten und zweier
Daunenschlafsäcke übereinander ist es auch bei um die 0°C
mollig warm.
Die Nacht schlafen wir recht wenig, denn
Karl-Heinz gibt ein Schnarch-Konzert vom feinsten. Da müssen
wir (Joe und ich) natürlich zuhören. Wie bei diesen
Konzerten üblich besteht der Applaus aus Schlägen für den
Künstler. Daneben klopfen wir regelmäßig den Schnee von
innen vom Zelt, der das Außenzelt tief aufs Innenzelt
drückt.
Am nächsten morgen ist das Zelt deutlich
kleiner geworden. Da wir das Zelt an den Stangen nicht mit
Häringen gesichert haben, hat der viele Neuschnee die
Außenwände nach innen gedrückt. Das Resultat: das
Kondenswasser von drei Männern läuft am Innenzelt herunter
und Joes zweiter Schlafsack ist nass.
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Zeltplatz gefunden...
Graben ausheben...
...warten auf das Abendessen
vor dem Schlafengehen
beim Schlafen (oder Schnarchen)
am nächsten morgen
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