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"Nur wo du zu Fuß warst, bist du wirklich gewesen"
(Johann Wolfgang von Goethe)
Südtirol Herbst 2007

Vorbereitung / Anreise

Die Initialzündung zu dieser Tour kam von Alexander, der einfach nur auf einer meiner nächsten Touren dabei sein wollte. So etwas lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Sofort wird kurzfristig eine Tour geplant. Um den geschäftlichen Urlaubsplanungsproblemen möglichst aus dem Weg zu gehen, legen wir den Starttermin auf einen Feiertag, den 3. Oktober, so dass insgesamt ein verlängertes Wochenende daraus werden soll. Die Tour findet zunächst noch Anklang bei vielen Kollegen, aber letztendlich kristialisiert sich am Ende unsere Gruppe mit Joe (erfahrener Schneewanderer :)), Matthias (der fitteste von uns allen), Alexander und Tanja (unsere greenhorns) und mir heraus.

Die Vorbereitung wird in der letzten Woche etwas hektisch, denn Alexander und Tanja brauchen fast die komplette Ausrüstung und wollen gut ausgerüstet sein. So sind wir tagelang Stammgäste in allen Outdoorläden in und um Stuttgart. Herausgekommen ist nur das Beste vom Besten. Der eigentliche Startschuss fällt bei einem leckeren Abendessen bei einem Thailänder in Stuttgart, wo wir zum ersten mal alle zusammenkommen.

Als ich am Mittwoch früh meinen Rucksack fertig packe, streiten sich mein Bauchgefühl und mein Verstand mal wieder. Eigentlich will ich möglichst leicht unterwegs sein, also nur die eine Hose die ich an habe. Mein Bauchgefühl sagt: "nimm die zweite Trekkinghose auch noch mit". Mein Verstand hält dagegen: "Das sind 405g zu viel". Nach vielem hin- und her entscheide ich mich, die zweite Hose doch mitzunehmen.

Für Joe, Matthias und mich heißt es vormittags erstmal arbeiten. Gegen Mittag ziehen wir uns um und treffen und mit Alexander und Tanja am Bahnhof. Nur Matthias kommt erst später los und kommt mit dem Auto nach. Eigentlich hätten wir alle mit dem Auto fahren können, aber wir waren durch die Planung schon so auf den Zug fixiert und die Tickets waren auch schon bezahlt.

Die Züge sind pünktlich und wir haben sowohl von Stuttgart, als auch von München ein Abteil mehr oder weniger für uns alleine. Es wird ausgiebig diskutiert und so vergeht die Fahrt wie im Flug. Als wir kontrolliert werden, fällt Tanja auf, dass sie ihre vorläufige Bahncard - die sie seit mehreren Monaten besitzt - vergessen hat. Bevor wir weiter darüber nachdenken können, hat der freundliche Bahnmitarbeiter die Sache zwar nicht 100% korrekt, aber elegant gelöst.

Auch Joe bekommt seinen Anlass für einen Wutanfall: Auf der letzten Tour in die Schweiz hat er die versprochene Kamera einfach nur vergessen. Diesmal haben wir ihn vorsorglich x-mal daran erinnert und er hat es sich auch noch aufgeschrieben. Da konnte nichts mehr schiefgehen. Stolz präsentiert er uns die Kamera im Zug. Leider hat seine Frau kurz vor dem Urlaub die Speicherkarte entfernt, so dass er leider doch keine Bilder machen konnte. Für einen Choleriker bliebt Joe erstaunlich ruhig, nur die kleinen Dampfwölkchen, die aus seinen Ohren austraten verrieten, dass er mächtig unter Druck stand.
Gut das Matthias noch in Stuttgart war und eine Ersatzkarte mitbringen konnte. So war das Problem schnell behoben.

In Bozen angekommen ist es schon fast dunkel. Der Bus nach Eppan ist schnell gefunden und fährt nach dem wir eingestiegen sind auch sofort los. Als wir ankommen habe ich auch schon eine SMS von Matthias auf dem Handy, der am vereinbarten Treffpunkt bereits auf uns wartet. Wir haben noch eine dreiviertel Stunde unangenehme Straße vor uns, bevor es richtig losgeht.

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